Vajont - Portraits Fotos

 

In einer Verstrickung aus Macht, Verantwortungslosigkeit und Fortschrittsglauben hat sich im Oktober 1963 ein Drama abgespielt, das im Nachhinein in seiner Klarheit und Vorhersehbarkeit unglaublich wirkt.

Um 22:39 Uhr des 9. Oktober 1963 kam eben fertig gestellten Vajont-Staudamm zum katastrophalen Bergsturz, wobei auf 3 km Länge 270 Millionen Kubikmeter Gestein (das Doppelte des Stauvolumens) vom Monte Toc in den See rutschten. Die plötzliche Verdrängung des angestauten Wassers verursachte eine riesige Flutwelle, die mehrere Ortschaften zerstörte und 2.000 Menschen das Leben kostete.

Diese tief im Bewusstsein Italiens verwurzelte Katastrophe, deren Wunden noch immer spür- und sichtbar sind, kann auch im Vergleich zur heutigen Situation zwischen Filz und Korruption als emblematisch gelten.

 

Dieser Teil der Arbeit befasst sich mit den Menschen, die in den wieder aufgebauten oder völlig neu errichteten Ortschaften leben.