Zeitraum Fotos

2026

 

Auftragsarbeit anlässlich der Ausstellung „Canterò soltanto il tempo“ ("Ich werde nur über die Zeit singen") über den legendären italienischen Liedermacher Francesco Guccini. 

 

In seiner Arbeit „Zeitraum“ versucht Kai-Uwe Schulte-Bunert hingegen, der Zeit – oder besser gesagt jenem blitzschnellen Zeitintervall, auf das der Titel, der „Zeit“ und „Raum“ verbindet, hinweist – eine, wenn auch abstrakte Form zu geben, die wir benötigen, um eine Erinnerung festzuhalten. Ein Spiel, bei dem die Kamera fragmentarisch und zufällig eines der unzähligen mechanischen Teile im freien Fall fokussiert und einfängt, die aus Uhren stammen, die ihre Zeit hinter sich haben. Fast so, als wolle sie andeuten, wie eine Erinnerung auftaucht, wenn man sich – wie in so vielen Liedern von Guccini – auf einen Gegenstand, einen Augenblick oder eine Präsenz unter vielen im Hintergrund unseres Lebens konzentriert und so den Mechanismus der Erinnerung in Gang setzt. Das daraus resultierende Bild ist das eines ständigen Schwebens in einem undefinierten Raum, das lediglich eine KI-Ästhetik imitiert, um die Vorrangstellung einer handwerklich konstruierten Art von Fotografie zu bekräftigen.

Stefania Carretti